Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei trainierten am 23. Oktober ein komplexes Verkehrsunfallszenario mit vier beteiligten Fahrzeugen, 37 Statisten. Im Mittelpunkt standen die technische Rettung, die Patientenversorgung und die organisationsübergreifende Zusammenarbeit.
Wie bewähren sich Einsatzabläufe, wenn innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Verletzte versorgt und mehrere Personen aus Fahrzeugen befreit werden müssen? Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich die Feuerwehr Tux, das Rote Kreuz Schwaz – Ortsstelle Tux, und die Polizeiinspektion Mayrhofen bei einer groß angelegten Alarmübung.
Um 19.28 Uhr alarmierte die Leitstelle Tirol die Feuerwehr Tux mittels Pager. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall mit drei Pkw und einem E-Bus der Firma Christophorus Reisen, der zahlreiche Verletzte und mehrere technische Rettungen erforderte.

Insgesamt 37 Statistinnen und Statisten stellten die Betroffenen dar. Zwei Personen galten als schwer, zwei als mittelschwer und mehrere weitere als leicht verletzt.
Bei zwei Pkw waren insgesamt vier Personen eingeklemmt. Parallel dazu musste beim dritten Pkw ein simulierter Motorraumbrand bekämpft werden. Im E-Bus befanden sich 33 Statistinnen und Statisten, darunter mehrere Leichtverletzte, eine hochschwangere Frau und eine gehbehinderte Dame, die aus dem Bus befreit werden mussten.
Das Rote Kreuz übernahm die Sichtung, Kategorisierung der Betroffenen und medizinische Versorgung. Die Feuerwehr war neben der technischen Rettung auch bei der Befreiung und Betreuung der betroffenen Personen gefordert.
Beteiligt waren 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr Tux, zwölf Kräfte des Roten Kreuzes und drei Beamte der Polizeiinspektion Mayrhofen.

Feuerwehr-Einsatzleiter Christian Klausner und Rotkreuz-Einsatzleiter David Kirchler betonten die Bedeutung einer ausreichenden Mannschaftsstärke. Bei einem Szenario dieser Größenordnung sei es entscheidend, nicht zu knapp zu planen. Ebenso wesentlich sei die Kommunikation zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz, damit Rettungsmaßnahmen und Patientenversorgung Hand in Hand erfolgen können.
Die Übung verdeutlichte zudem, dass die Aufgaben der Feuerwehr nicht mit der Befreiung einer Person enden. Auch die anschließende Betreuung der Patienten kann personelle Ressourcen über einen längeren Zeitraum binden.
Einen wesentlichen Beitrag zur realitätsnahen Übungsannahme leisteten die beiden Schminkerinnen des Roten Kreuzes, die die Verletzungen der Statistinnen und Statisten realistisch darstellten. Die Firma Christophorus Reisen stellte gemeinsam mit Busfahrer Erik einen neuen E-Bus für die Übung zur Verfügung und ermöglichte damit, auch die besonderen Herausforderungen einer Rettung aus einem Bus praktisch zu trainieren.
Die Übungsleiter Hauptbrandmeister Marcel Kreidl von der Feuerwehr Tux und Martin Geisler vom Roten Kreuz bedankten sich bei allen Mitwirkenden, den Statistinnen und Statisten sowie den beteiligten Einsatzorganisationen für die Unterstützung und die engagierte Zusammenarbeit.


