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Leserbrief

Brauchen wir Schwangerschaftsabbrüche an der Innsbrucker Klinik?

Mittwoch, 17. Juni 2026

Schreiben Sie was Sie schon immer sagen wollten – dieser Platz ist reserviert für Ihre ganz persönliche Meinung!

Leserbriefe die an dieser Stelle veröffentlicht werden, geben nicht die Meinung des Herausgebers bzw. der Redaktion, sondern  die des Verfassers wieder. 


Brauchen wir Schwangerschaftsabbrüche an der Innsbrucker Klinik?

Bezugnehmend auf Artikel einiger Magazine „Einigung bei Schwangerschaftsabbruch“ vom 4. Mai 2026 erlaube ich mir folgende Gedanken:
Als Christen glauben wir: Jeder Mensch ist von Gott gewollt und geliebt. Gott gibt jedem Menschen bei seiner Empfängnis eine unsterbliche Seele und haucht ihm den Lebensatem ein. Aber auch aus biologischer Sicht ist klar: Bei der Zeugung entsteht neues Leben, ein neuer Mensch mit einer eigenen DNA, in der alle Merkmale festgeschrieben sind Schon bald beginnt das Herz zu schlagen.
Ich bin mir dessen bewusst, dass eine überraschende Schwangerschaft für Frauen und ihre Partner oft eine große Herausforderung ist. Trotzdem berichten Beratungsorganisationen wie 1000plus, dass mehr als 85% der Frauen das Kind bekommen möchten, wenn sie eine Lösung für ihre momentanen Sorgen und Probleme finden könnten. Deshalb muss es ein zentrales Anliegen der Politik sein, dass betroffene Frauen Zugang zu umfassender Information, kompetenter Beratung und unbürokratischer Unterstützung erhalten, damit sie in ihrer individuellen Situation eine verantwortungsvolle Entscheidung treffen können. Alternativen zur Abtreibung sollten gefördert und gesellschaftlich bejaht werden.
Ebenso wichtig sind Angebote für Familien, soziale Hilfen und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Eltern.
Was wir brauchen, ist eine Landesregierung, die die Familien unterstützt und das Leben fördert und schützt. Wir brauchen keine Regierung, die sich einer Kultur des Todes verschrieben hat und steuergeldfinanzierte Infrastruktur für Abtreibungen zur Verfügung stellt.
Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Spanien in seiner Rede vor den politischen Verantwortungsträgern eindringlich gemahnt: „Jedes menschliche Leben muss von seiner Empfängnis bis zu seinem natürlichen Lebensende, unter allen Umständen seiner Existenz, anerkannt und geschützt werden.“ (Madrid, 8. Juni 2026)
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Hannes Brandacher, Rohrberg

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