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Festival-Eröffnung im Park der Sparkasse Schwaz

Nachruf für Extremkletterer und Pionier des Drachenfliegens

Freitag, 7. August 2026
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Der am Eingang des Zillertals, in St. Margarethen bei Rotholz lebende Spezialist für archäologischen Bergbau, Hanspeter Schrattenthaler, der über die Region hinaus auch als Extremkletterer und Pionier des Drachenfliegens unter dem Spitznamen „Jesus“ bekannt wurde, verstarb am 23. Juli 2026 ganz überraschend an einem Schlaganfall und löst damit in der Szene eine Welle der Trauer aus.

Ihm gelangen weit über 100 Eis- und Freikletter-Erstbegehungen im VI. bis X. Schwierigkeitsgrad im Rofan-Gebirge, in den Zillertaler und Stubaier Alpen, an der Waidringer Steinplatte, in den Dolomiten und Indien, großteils mit seinem besten Freund Darshano L. Rieser, aber auch mit Andi Orgler, Peter Habeler, Gitti Rieser, Anderl Aschenwald, Gerhard Hörhager, Tom Kerschdorfer und der Grande Dame des Alpinismus Hermi Lottersberger.

Alle Neutouren wurden von unten im Vorstieg erschlossen und fast ausnahmslos ohne Verwendung von Bohrhaken mit Keilen, Normalhaken und Sanduhrschlingen abgesichert. Seine bedeutendsten Freikletter-Erstbegehungen sind „Millenium Y2K“ und „Buhl bleib cool“ im Rofan-Gebirge sowie „Trio Royale“ am Alpenhauptkamm. Zu seinen bekanntesten Extrem-Steileis-Klassikern zählen im Pinnistal „Der Magier“ sowie im Stilluptal „Die Krönung“ und der „Der Fenstergucker“. 

„Jesus“ gelangen über 100 Erstbegehungen im VI. bis X. Schwierigkeitsgrad

Darüber hinaus war „Jesus“ Hanspeter Schrattenthaler einer der Drachenflug-Pioniere Österreichs. Er hat die anfängliche, sehr gefährliche Zeit der tödlichen Flattersturz-Unfälle unbeschadet überstanden und war dann auch bei den ersten Anfängen der Akrobatik-Flugeinlagen ganz vorne mit dabei.

Unzählige, unvergessliche Erlebnisse werden die Freunde und Weggefährten von „Jesus“ Hanspeter Schrattenthaler wohl für immer bei sich tragen und in ihrem Sinne gedenken wir mit den Worten auf seiner Parte: „Wo Berge den Himmel berühren. Wir auf Gipfeln Frieden und Freiheit finden. Dort bist du Jesus. Wer dort geht, findet Spuren deiner Liebe, selbst zwischen den Steinen.“

Fotos: privat

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