Ein zukunftsweisendes Bildungs- und Betreuungsmodell
In den vergangenen 10 Jahren entwickelte sich eine enge Kooperation zwischen Volksschule und Kindergarten mit dem klaren Ziel, Kindern einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen und Bildung als durchgängigen Prozess zu gestalten.
Wie funktioniert die Umsetzung im Bildungsalltag?
Der Tag beginnt mit einer kurzen Abstimmung zwischen Kindergartenleiterin und Lehrperson. Diese enge Kommunikation bildet die Grundlage für einen flexibel gestalteten Tagesablauf. Kindergarten und Schule sind bewusst offen organisiert: Kinder bewegen sich je nach Aktivität zwischen den Räumen des Kindergartens und der Schule und erleben Bildung nicht als getrennte Systeme. Die gemeinsame Nutzung von Turnsaal, Klassenräumen oder Kindergartenküche erweitert die Lernmöglichkeiten und schafft für alle eine vertraute Umgebung.
Fixe Begegnungen strukturieren die Woche: Die tägliche gemeinsame Jause, regelmäßig wird zusammen gesungen und musiziert, ebenso findet eine gemeinsame Turneinheit statt, bei der die altersgemischten Gruppen voneinander profitieren. In der gemeinsam genutzten Küche wird immer wieder miteinander gekocht oder gebacken.
Zusätzlich nutzen die Kinder im letzten Kindergartenjahr regelmäßig die Räumlichkeiten der Schule. Oft ergibt es sich, dass Schüler und Vorschulkinder im selben Raum konzentriert arbeiten und sich auch manchesmal gegenseitig unterstützen bzw. ergänzen.
Auch Projekte werden gemeinsam geplant und sind erst durch die gegenseitige Unterstützung im Kollegium in dieser Vielfalt umsetzbar: vom Kletterausflug über Tanz- und Musikprojekte bis hin zu naturwissenschaftlichen Vorhaben in Chemie, Physik oder Biologie. Die Doppelbesetzung im Kindergarten ermöglicht dabei flexible Gruppenteilungen, altersgerechte Angebote und individuelle Förderung.
Als zukunftsweisender Bestandteil dieses durchgängigen Bildungsmodells kann auch die alterserweiterte Bildungs- und Betreuungszeit am Nachmittag gesehen werden. Sie schafft eine weitere Schnittstelle zur Mittelschule und erweitert die Altersspannweite der Kinder im Haus von zwei bis 14 Jahren.
Es ist den perfekten Rahmenbedingungen wie Räumlichkeiten, Personalstand und vor allem der uneingeschränkten Unterstützung des Ortsvorstehers Rudolf Klausner zu verdanken, dass die Kinderbildung und -betreuung in Form dieses Modelles umgesetzt bzw. angeboten werden kann.
Mehr zum Alltag in unserem Haus kann man auf unseren Homepages finden: https://www.ginzling.net/fraktion/einrichtungen/kindergarten/
Nina Redlich-Zimmermann, Tanja Gabriel & Lukas Egger




