Bei einer Feier ehrte die Gemeinde Stumm unter der Leitung von Bürgermeister Franz Kolb ein visionäres Projekt und seine GründerInnen – die Kindereinrichtung „Kunterbunt“.
Die Erfolgsgeschichte begann vor fast genau 30 Jahren mit einer alltäglichen Herausforderung: Silvia Hainz stand als berufstätige Mutter vor dem Problem, dass es in der Region keinerlei Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder gab. Als sie Alois Wechselberger ihr Leid klagte, zögerte er keine Sekunde und organisierte in kürzester Zeit die notwendigen Finanzmittel und fand geeignete Räumlichkeiten.
Dank des unermüdlichen Einsatzes von Alois Wechselberger und der tatkräftigen Unterstützung von Silvia Hainz, Martina Geisler sowie weiteren engagierten Müttern wurde das Herzensprojekt „Kunterbunt“ in Stumm innerhalb weniger Monate Realität. Die Nachfrage war von Anfangen groß. Wie Wechselberger in seiner Rückschau stolz hervorhebt, brachten sogar berufstätige Mütter aus Strass im Zillertal und aus Mayrhofen ihre Kinder zur Betreuung nach Stumm.
Der Weg war jedoch nicht immer frei von Stolpersteinen. Silvia Hainz erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass das Projekt anfangs auch auf Skepsis und Gegenwind stieß. Doch die Zweifel der Gegner verstummten schon nach wenigen Monaten, da das Konzept auf ganzer Linie überzeugte. Getragen wurde dieser Erfolg über all die Jahre von einer treuen Seele: Johanna Geisler steht der Einrichtung seit fast 30 Dienstjahren zur Seite und ist damit die dienstälteste und eine unverzichtbare Säule des Teams.
Auch die Vereinsführung entwickelte sich weiter: Ab dem Jahr 2000 übernahm Vizebürgermeister Fritz Brandner mit viel Herzblut den Vorsitz des Trägervereins, ehe die Einrichtung im Jahr 2020 vollständig in die Obhut der Gemeinde Stumm überging.
Bürgermeister Franz Kolb würdigte die Gründungsmitglieder in einer emotionalen Rede. Er sprach ihnen seinen tiefen Dank für ihren damaligen Mut, ihre Weitsicht und ihr außerordentliches soziales Engagement aus, das bis heute Früchte trägt.

