Großer Erfolg beim Stummer Schrei Jugend-Impro-Workshop an der Mittelschule Stumm
Theater beginnt dort, wo Menschen sich etwas trauen – und an der Mittelschule Stumm wurde in den vergangenen Wochen eine ganze Menge gewagt. Im Rahmen eines packenden Jugendworkshops tauchten die Schülerinnen und Schüler kopfüber in die Welt des Improvisationstheaters nach Keith Johnstone ein.
Das Besondere an diesem Projekt, das vom Kulturfestival Stummer Schrei organisiert und finanziert wurde: Kein langes Textbüffeln, kein Lampenfieber vor starren Skripten. Stattdessen stand die pure Spontanität im Rampenlicht.
Kreativität auf Anschlag und echter Teamgeist
Unter der professionellen Leitung des bekannten Schauspielers und Regisseurs Markus Plattner lernten die Kids das echte Handwerkszeug der Improvisation. Spielerisch wurden Reaktionsfähigkeit, Körpersprache, Atem, Stimme und Kreativität trainiert.
Dabei ging es nicht um fertige Rollen, sondern um das Vertrauen in den Moment und in die Gruppe. Wie bewegt man sich, wenn man plötzlich gemeinsam eine Maschine darstellt? Was passiert, wenn man sich in einen Buchstaben, einen Frosch oder einen Eisbären verwandelt? Die Antworten darauf wurden nicht lange diskutiert, sondern direkt mit voller Spielfreude auf die Bühne gebracht. Besonders faszinierend war dabei zu beobachten, wie die Jugendlichen lernten, einander blind zuzuhören, blitzschnell zu reagieren und gemeinsam aus dem Stegreif Szenen zu entwickeln.
Showdown im Dorfbäckstadl: „Theatersport frei!“
Zum großen Finale des Workshops verwandelte sich die Bühne im traditionsreichen Dorfbäckstadl in eine interaktive Arena. Die Schülerinnen und Schüler zeigten dem Publikum – bestehend aus begeisterten Eltern, MitschülerInnen und Ehrengästen, und unter der Moderation von Markus Plattner –
was sie in den letzten Wochen gelernt hatten.
Unter den sichtlich beeindruckten Zuschauerinnen und Zuschauern befanden sich unter anderem Direktorin Kathrin Haun, Bürgermeister Franz Kolb, Festivalleiterin Gabi Schiestl sowie Regisseur Martin Leutgeb. Sie alle wurden Zeugen davon, wie viel kreative Energie und Selbstverständlichkeit die Jugendlichen in der kurzen Zeit entwickelt hatten.
„Ein schöner Beweis dafür, dass Theater weit mehr sein kann als eine klassische Aufführung“, zog Markus Plattner ein begeistertes Fazit.
Ein großer Dank gilt dem Kulturfestival „Stummer Schrei“, das diese tolle Erfahrung möglich gemacht habt. Ebenso gebührt den mutigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Anerkennung: Sie haben eindrucksvoll gezeigt, wie viel Potenzial in unserer Jugend steckt.


