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Windkraft und Naturschutz

Widerspruch oder zwei Seiten derselben Medaille?

Donnerstag, 7. Mai 2026
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Die Errichtung von Windkraftanlagen wird oft als Konflikt zwischen Energieversorgung und Naturschutz dargestellt. Klar ist aber, dass es nur gemeinsam geht. 

In Zeiten der wiederkehrenden Energiekrisen wird die Abkehr von Erdgas und Erdöl immer dringender. Dabei ist nicht nur entscheidend, ob Windkraft ausgebaut wird, sondern vor allem, wie und wo. Moderne Projekte zeigen, dass sich Energiegewinnung und ökologische Anforderungen unter klaren Rahmenbedingungen gut verbinden lassen. 


Windkraft mit kleinem Flächenbedarf und geringen Eingriffen

„Windkraftanlagen werden nur dann errichtet, wenn sie ein umfassendes Umweltverträglichkeitsverfahren durchlaufen haben. Darin werden mögliche Auswirkungen auf Natur, Landschaft und Lebensräume genau geprüft“, erklärt Florian Maringer, Geschäftsführer der IG Windkraft. Ebenso entscheidend ist die Standortwahl: Projekte werden gezielt dort umgesetzt, wo Eingriffe möglichst gering bleiben und sensible Bereiche ausgespart werden.

Ein zentraler Punkt ist der Flächenbedarf. Windkraft benötigt vergleichsweise wenig Raum. Auf rund zwei Prozent der Fläche Österreichs könnten Windparks mehr Strom erzeugen, als derzeit in ganz Österreich verbraucht wird. Gleichzeitig bleibt der Großteil der Flächen rund um die Anlagen weiterhin nutzbar –
etwa für die Land- und Forstwirtschaft. Über die Lebensdauer eines Windrades wird lediglich ein sehr kleiner Teil durch das Fundament direkt beansprucht. Nach dem Rückbau der Anlagen kann diese Fläche zudem wieder vollständig renaturiert werden.

„Windkraft ist eine der effizientesten Formen der Energiegewinnung, wenn es um den Flächenverbrauch geht. Für uns ist entscheidend, dass die Eingriffe klar begrenzt und langfristig reversibel sind“, betont Josef Plank, Präsident der IG Windkraft.


Natur- und Artenschutz als zentraler Bestandteil moderner Windkraftprojekte

Bereits vor der Errichtung werden mehrjährige Erhebungen durchgeführt. Dabei werden in umfangreichen Prüfungen alle Aspekte vom Wasserhaushalt, über die Geologie bis hin zum Artenschutz detailliert geprüft. Besonderer Fokus liegt dabei auf der lokalen Aktivität von Vögeln und Fledermäusen. Auf dieser Grundlage werden im Genehmigungsverfahren gezielte Maßnahmen festgelegt, etwa zeitlich begrenzte Abschaltungen in sensiblen Phasen. 

Gleichzeitig ist zu berücksichtigen: Die Klimakrise selbst ist eine der größten Bedrohungen für Ökosysteme und Artenvielfalt. Der naturverträgliche Ausbau erneuerbarer Energien – und damit auch der Windkraft – ist daher ein zentraler Beitrag zum Schutz von Natur und Biodiversität.


Windkraft und Biodiversitätschutz gehen Hand in Hand

Ein Blick auf bestehende Windkraftregionen zeigt, dass sich Energiegewinnung und Naturschutz nicht grundsätzlich ausschließen. So gehört etwa das Nordburgenland zu den Regionen Europas mit den meisten Windrädern. Gleichzeitig ist es heute wieder Lebensraum von Kaiser- und Seeadler – beides Arten, die in Österreich um das Jahr 2000 noch als ausgestorben galten.

Entscheidend ist bei der Windparkplanung die konkrete Umsetzung. Moderne Projekte zeigen, dass sich erneuerbare Energiegewinnung und ökologische Anforderungen unter klaren Rahmenbedingungen vereinbaren lassen und naturverträglich umgesetzt werden können. Sensible Bereiche werden gezielt ausgespart und Eingriffe so gering wie möglich gehalten. Dazu kommen naturschutzfachliche Begleitmaßnahmen. Diese sind häufig auf besonders sensible Arten wie Greifvögel ausgerichtet und wirken dadurch oft auch positiv auf andere Arten, die dieselben Lebensräume nutzen.


Weitere Infos findet ihr unter: www.igwindkraft.at/tirol
bez.Anz. 

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