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Eine Geschichte aus dem „Gepflegten Wohnen“ Mayrhofen

„Mit Unterstützung zum Erfolg“

Mittwoch, 6. Mai 2026
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Wie Lucie Dufkova im „Gepflegten Wohnen“ Mayrhofen ihren Platz fand – und warum professionelle Begleitung dafür entscheidend ist. Lucie Dufkova arbeitet seit 2021 im „Gepflegten Wohnen“ in Mayrhofen – und ist dort längst eine geschätzte Kollegin. Möglich wurde das durch die kontinuierliche Begleitung der Fachkraft für berufliche Inklusion der Lebenshilfe Tirol sowie durch Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz. Ihre Geschichte zeigt, wie Inklusion gelingen kann, wenn Betriebe und professionelle Unterstützung Hand in Hand gehen.


Vom geschützten Rahmen in die Arbeitswelt

Lucie Dufkova sammelte ihre ersten Arbeitserfahrungen 2019 in der Kantine und Wäscherei der Lebenshilfe Tirol in Ramsau. Nach zwei Jahren wagte sie den Schritt in den ersten Arbeitsmarkt – und fand im „Gepflegten Wohnen“ Mayrhofen einen Arbeitsplatz, an dem sie wachsen konnte. Heute deckt sie den Frühstückstisch für das Personal, arbeitet vor allem in der Wäscherei, legt Wäsche zusammen, sortiert sie in mobile Regale und bringt sie gemeinsam mit ihrer Persönlichen Assistentin zu den Bewohnerinnen und Bewohnern. Dabei entstehen viele herzliche Begegnungen. „Mir gefällt es hier sehr gut. Wäsche zusammenlegen und verteilen – das mache ich gern“, sagt Lucie und lächelt.

Für Alexander Kreidl, Leiter des Hauses, ist Lucie ein voller Gewinn: „Lucie hat sich unglaublich entwickelt. Sie bringt Ruhe, Freude und Leichtigkeit ins Team. Die Zusammenarbeit mit ihr hat die Stimmung in der Wäscherei spürbar verbessert.“ Gleichzeitig betont er, wie wichtig professionelle Begleitung ist: „Wir stellen nur dann Menschen mit Behinderungen ein, wenn wir wissen, was sie brauchen und wer unsere Ansprechperson ist. Die Persönliche Assistenz ist unverzichtbar – sie reagiert sofort, wenn Lucie mehr Unterstützung braucht.“

Lucie Dufkova schätzt nicht nur die Zusammenarbeit mit Franziska Schlauer, Leiterin Wäscherei, sondern auch ihre Kollegen, wie Roland Stadlmair, dem Haustechniker.


Berufliche Inklusion: Vorbereitung, Begleitung und klare Rahmenbedingungen

Die Fachkraft für berufliche Inklusion der Lebenshilfe Tirol begleitete Lucie intensiv auf ihrem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Zu Beginn zeigte sie einen hohen Unterstützungsbedarf – viele Tätigkeiten traute sie sich aufgrund geringer Selbstsicherheit und körperlicher Einschränkungen nicht zu. Durch kontinuierliche Motivation, gemeinsames Ausprobieren und das bewusste Stärken ihrer Selbstständigkeit machte sie große Fortschritte. „Inklusion gelingt nur, wenn Betriebe gut informiert sind, Rahmenbedingungen klar vereinbart werden und wir als professionelle Begleitung verlässlich zur Seite stehen. Frau Dufkova ist ein Beispiel dafür, dass auch Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf erfolgreich am Arbeitsleben teilhaben können“, so Gitti Lengauer, Fachkraft für berufliche Inklusion in der Region.


Inklusion braucht Mut – und professionelle Strukturen

Das „Gepflegte Wohnen“ Mayrhofen beschäftigt seit Jahren mit Menschen mit Behinderungen in verschiedenen Bereichen und verfügt über große Erfahrung. Für Alexander Kreidl ist klar: „Nur wenn wir wissen, was ein Mensch braucht, und wenn es verlässliche Ansprechpartner gibt, kann eine Anstellung nachhaltig gelingen.“

Die Geschichte von Frau Dufkova zeigt: Die Lebenshilfe Tirol ist ein professioneller Partner, der Menschen mit Behinderungen den Weg in den ersten Arbeitsmarkt ebnet. Und sie zeigt auch: Mit guter Vorbereitung, Persönlicher Assistenz und einem offenen Betrieb kann Inklusion nicht nur funktionieren – sie kann Teams bereichern.

Für Alex Kreidl ist Lucie ein voller Gewinn.

Fotos: Lebenshilfe Tirol / Lechner

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