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Tux-Zillertaler Unesco-Antrag

Entscheidung voraussichtlich im Herbst

Donnerstag, 30. Juli 2026
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Schon seit fast zwei Jahren läuft das nun Antragsverfahren für die Eintragung von den Traditionen und Praktiken beim Tux-Zillertaler Rind rund um Moarinnen, Hahnenfeder bzw. Federzeichnung und Glückskühsymbolik. 

Wichtige neue Informationen konnte auch mit den durchgeführten Recherchen im neuen Buch zur Tux-Zillertaler Rasse von Martin Reiter und Christian Moser herausgefunden werden, welche in der Beantragung wertvolle Grundlagen sind. Großes Interesse gibt es dabei auch für die Neuschreibung über die Herkunft der Tux-Zillertaler Rasse, welche auf einer Fehlinterpretation von Professor Ferdinand Kaltenegger aus dem 19. Jahrhundert basierte. Er leitete die Herkunft der Tux-Zillertaler von der Eringerrasse mit den Walserwanderungen ab. Relativ schnell gab es erste Bedenken von Persönlichkeiten der damaligen Zeit. Weitere auch Recherchen im Internet deuteten ebenfalls auf eine Fehlinterpretation hin. Wirklich bewusst wurde diese dann erst Zuchtleiter Christian Moser, als die neuesten Ergebnisse zur Herkunft des Hausrindes von Dr. Erich Pucher vom Naturhistorischen Museum in Wien präsentiert wurden. So gab es laut neuesten Forschungen den Tux-Zillertaler Typ schon in der Frühbronzeit bis hin zum Neolithikum. Damit kann die Tiroler Urrasse der Tux-Zillertaler auf eine schon 6.000-jährige Geschichte hinweisen.

Mit diesen neuesten Ergebnissen wurde nun der Unesco-Antrag von Christian Moser Ende Juni in Wien abermals eingereicht. Wie er anführt, sind damit die Chancen für die Eintragung sicherlich gestiegen. Trotzdem muss klar sein, dass es für eine erfolgreiche Eintragung als Unesco-Kulturerbe einen einstimmigen Beschluss braucht. Voraussichtlich gibt es eine Entscheidung im Herbst des heurigen Jahres.

Unabhängig davon laufen auch schon die Vorbereitungen für die Errichtung des Tux-Zillertaler Denkmales in Form einer Bronzestatue eines Tux-Zillertaler Rindes in Fügen. In Fügen gibt es schon seit 2001 auch die Sonderausstellung zum Tux-Zillertaler Rind im Heimatmuseum Fügen. Das Denkmal soll einerseits daran erinnern, dass das Tux-Zillertaler Rind vor dem Aussterben gerettet werden konnte und anderseits die kulturelle Bedeutung hervorheben. 

Zudem feiert man heuer auch das 40-jährige Bestandsjubiläum der Gründung der Züchtergemeinschaft 1986, welche ebenfalls in Fügen im Gasthof Sonne stattfand.

Parallell fand auch ein Malwettbewerb unter dem Titel „Mein Liebling heißt Tuxl“ statt, welcher von der Bildungsdirektion Tirol an alle Schulen ausgeschrieben wurde. 300 Kunstwerke wurden dabei eingesendet. „Die Siegerauszeichnung erfolgt mit Beginn des neuen Schuljahres“, so Moser abschließend.

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