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Fliegen fürs Leben

Mit Drohnen gegen den Mähtod

Freitag, 15. Mai 2026
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Wenn im Frühjahr die Wiesen gemäht werden, beginnt für Rehkitze eine gefährliche Zeit. U.a. sind Martina und Werner Moser aus Alpbach sowie Tanja und Helmut Schiestl aus dem Zillertal in diesen Wochen im Einsatz: In enger Zusammenarbeit retten alleine diese beiden Teams jedes Jahr rund 100 Rehkitze vor dem Mähtod – im vergangenen Jahr wurden alleine im Zillertal 66 Rehkitze gerettet.

Zwischen Mitte Mai und Anfang Juli werden die meisten Jungtiere geboren. Ihr Instinkt schützt sie zwar vor Fressfeinden in dem sie sich bei Gefahr regungslos ins hohe Gras drücken. Dieser Selbstschutz wird ihnen bei der Mahd zum Verhängnis. Für das menschliche Auge sind die Kitze kaum sichtbar und werden oft übersehen.

Die Rehkitzrettung hilft, Tierleid zu vermeiden und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der heimischen Wildbestände. Gleichzeitig wird verhindert, dass verendete Tiere oder abgetrennte Körperteile in die Futtergewinnung gelangen – auch für die Landwirtschaft ein wesentlicher Punkt.

Mit Drohnen und Wärmebildkameras werden die Wiesen frühmorgens oder in den Abendstunden abgeflogen. Zu diesen Zeiten sind die Temperatur niedriger und die Kitze über ihre Wärmesignatur besser erkennbar. Entdeckte Tiere werden vorsichtig in Boxen gelegt und im Schatten untergebracht. Nach der Mahd werden sie rasch wieder freigelassen. Die Rehgeiß wartet und nimmt ihre Jungen sofort wieder an. Wichtig ist gute Abstimmung zwischen Landwirte und örtlicher Jägerschaft. Die Rehkitzrettung ist eine ehrenamtliche Tätigkeit und ist für Landwirt und Jägerschaft kostenlos!

Wie finde ich einen Drohnenpiloten aus der Nähe? Drohnenpiloten aus der jeweiligen Region können über die Webseite des Tiroler Jägerverbandes unter www.rehkitzrettung.at gefunden und angefordert werden.

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