Von 5. Juni bis 1. August wird der Dorfbäckstadl in Stumm wieder zum Treffpunkt für Theater, Musik und Kabarett. Im Zentrum steht das Hauptstück „Die Revision“ (Premiere: Fr, 05.06.), eine freie Fassung von Martin Leutgeb nach Nikolai W. Gogols „Der Revisor“ – in Tiroler Dialekt“ und nah an unserer Gegenwart.
Ein Dorf erwartet einen Kontrolleur – und verliert die Kontrolle. Zwei mittellose Spieler geraten ins falsche Licht, Geständnisse folgen, Umschläge auch. „Die Figuren sind überzeichnet – der Spiegel wird der Gesellschaft vorgehalten, aber so, dass man sich nicht sofort erkennt“, sagt Regisseur Martin Leutgeb.
Gespielt wird mit einem Ensemble aus der Region. „Ein Festival lebt von den Menschen – auf der Bühne und im Publikum“, sagt Festivalleiterin Gabi Schiestl. Der Dorfbäckstadl mit seinen über 230 Plätzen wird dabei zum dichten, unmittelbaren Raum für Geschichten.

Vielfalt im Dorfbäckstadl
„Das Programm verbindet Bekanntes mit neuen Stimmen – und schafft Raum für Begegnungen“, zeigt künstlerischer Leiter Edwin Hochmuth auf. Denn musikalisch entfaltet sich der Stummer Schrei in viele Richtungen: Zwischen Chanson, Jazz und alpinen Klängen entstehen ganz unterschiedliche Abende – mal nah am Publikum, mal mit großer Klangfläche.
Britta Ströher und Robert Sölkner führen mit ihrem Programm durch die Welt der 1920er-Jahre (Sa, 20.06.), während BRASS DA! den Sonntagvormittag als Jazz-Frühschoppen in den Linde-Gastgarten verlegt (So, 21.06.). Alpentales erzählen vom Leben zwischen Berg und Tal (Fr, 26.06.), GRAPHA bringt Bigband-Sound in kompakter Form auf die Bühne (Do, 02.07.). In der Pfarrkirche Stumm wird das Orgelkonzert von Viktoria Hirschhuber zum eigenen Klangraum (So, 05.07.), bevor Marie Spaemann und Christian Bakanic musikalische Grenzen auflösen (Fr, 17.07.). Kabarett liefern Malarina (Sa, 04.07.) und Florian Scheuba (Sa, 11.07.). Für Kinder stehen die Aufführungen von Pilot Fridolin (So, 28.06.) und Herbert & Mimi (So, 12.07.) am Vormittag auf dem Programm.
„Kultur lebt von Entwicklung – und vom Mut, neue Wege zu gehen“, sagt Obmann Hannes Kerschdorfer.
Tickets und weitere Termine unter: www.stummerschrei.at pr


