Am 17.04.2026 wurde der Bahnübergang beim Fußballplatz in Ried Schauplatz der diesjährigen Abschnittsübung des Abschnitts Fügen.
Eine hochkomplexe Schadenslage mit brennendem Personenzug, verunfallten Fahrzeugen und brennenden Gasflaschen forderte das taktische Geschick der neun beteiligten Feuerwehren sowie des Roten Kreuzes. Gegen 20.00 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. Das Szenario simulierte eine Verkettung unglücklicher Umstände: Ein Brand in der Bahnschaltanlage führte zum Ausfall der Schrankenanlage. Ein vollbeladener Rundholz-LKW kollidierte infolge der Rauchentwicklung mit einem Zug der Zillertalbahn. Der Zusammenstoß löste eine Kettenreaktion aus: In den mit 70 Personen besetzten Waggons brach ein Feuer aus, der LKW verlor seine Ladung, ein PKW wurde unter Rundhölzern begraben (zwei Schwerverletzte), ein weiteres Fahrzeug überschlug sich und zudem gerieten auf einer Baustelle Gasflaschen in Brand. Einsatzleiter BM Christian Ortner (FF Ried i. Z.) koordinierte die umfassenden Maßnahmen. Die Feuerwehr Uderns übernahm die Lageführung und unterstützte die Einsatzleitung wesentlich. Die Evakuierung der 70 Statisten erfolgte unter schwerem Atemschutz, die Verletzten wurden vom Roten Kreuz Schwaz versorgt, das mit 17 Einsatzkräften, sieben RTW und einem Notarzt vor Ort war. Insgesamt standen neun Feuerwehren mit elf Fahrzeugen im Einsatz, unterstützt von der Polizei.
Die Übung wurde von Bezirks- und Abschnittsfunktionären beobachtet, die sich vom hohen Ausbildungsstand und der reibungslosen Kommunikation zwischen den Feuerwehren des Abschnitts und dem Rettungsdienst beeindruckt zeigten.


