Tausende begeisterte ZuschauerInnen säumten am 28. Juli die Strecke des 27. Altstadt-Kriteriums und sorgten für eine beeindruckende Kulisse. Die traditionsreiche Veranstaltung war bereits zum zweiten Mal Teil der Road Cycling League Austria und läutete als sechste Station der Saison die heiße Phase im Kampf um die Gesamtwertung ein.
Rekordstarterfelder bei den Frauen und Männern unterstrichen dabei den hohen Stellenwert der höchsten österreichischen Straßenradliga.
Im Frauenrennen setzte Tirol Women Cycling von Beginn an die Akzente. Rund um die Gesamtführende Tabea Huys übernahm das Team sofort die Kontrolle und bestimmte mit hohem Tempo das Geschehen an der Spitze. Mit einer tiefen Verbeugung auf dem Rad überquerte die 20-jährige Tabea Huys die Ziellinie – das Publikum quittierte ihren souveränen Auftritt mit lautem Applaus. Die Tirolerin hatte das Rennen über weite Strecken dominiert und ihre Gegnerinnen mit ihrer initiativen und kraftvollen Fahrweise immer wieder unter Druck gesetzt. Im Finale spielte sie ihre Stärke aus und sicherte sich verdient den Sieg.
Für die emotionalsten Momente sorgte jedoch die Zeit nach dem Rennen. Kaum hatte Huys ihre Ehrenrunde beendet, leuchteten ihre Augen noch heller. Hinter der Absperrung entdeckte sie ihre Großmutter Margarete, die eigens aus dem Murtal angereist war, um ihre Enkelin in Graz siegen zu sehen. Augenblicke später lagen sich die beiden über die Absperrung hinweg in den Armen.
Sportlich hatte der Sieg der Tirolerin einiges abverlangt. „Das Rennen war hart, aber die Kulisse mit den vielen Leuten war einfach unglaublich. Der Kurs ist generell nicht gerade einfach, aber die Hitze, der Anstieg und das Kopfsteinpflaster haben es zusätzlich extrem hart gemacht.“, erklärte die Führende der Road Cycling League Austria.
Mit ihrem Triumph baute Huys ihre Führung in der ARBÖ-Gesamtwertung weiter aus und geht mit einer ausgezeichneten Ausgangsposition in die letzten beiden Rennen der Saison.


