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Hippach erinnert an Lawinenunglück von 1951

Feierliche Segnung eines Gedenksteins

Donnerstag, 11. Juni 2026
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In der Nacht des 20. Jänner 1951 ereignete sich im Sidantal am Hochschwendberg in der Gemeinde Hippach eine der schwersten Naturkatastrophen der Region. 

Vier Lawinenabgänge forderten damals zehn Menschenleben, elf weitere Personen überlebten das Unglück. Zahlreiche Asten und Höfe wurden schwer beschädigt oder vollständig zerstört. Zudem kamen rund 70 Stück Nutzvieh ums Leben.

Im diesem Jahr jährt sich die Katastrophe zum 75. Mal. Aus diesem Anlass errichtete die Gemeinde Hippach einen würdigen Gedenkstein, der als Ort des Erinnerns und des stillen Gedenkens an die Opfer für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Bei einem emotionalen Festakt wurde der Gedenkstein am 5. Juni 2026 feierlich eingeweiht. Bürgermeister Alexander Tipotsch betonte in seiner Ansprache, dass ihm die Schaffung dieses Erinnerungsortes ein persönliches Anliegen gewesen sei. Zudem verlas er einen Originalbericht aus der Tiroler Tageszeitung vom 24. Jänner 1951, der die dramatischen Ereignisse von damals eindrucksvoll schilderte.

Besonders bewegend war die Anwesenheit der einzigen noch lebenden Zeitzeugin und Überlebenden der Katastrophe, Katharina Eder (geb. Schmiedhofer). Sie folgte der Einladung und nahm am Festakt teil. Die damals etwa siebenjährige Katharina wurde im Schlaf von den Schneemassen überrascht. Dass sie sich zum Zeitpunkt des Unglücks in einem Hochbett befand, dürfte ihr letztlich das Leben gerettet haben.

Im Anschluss an die Gedenkfeier segnete Pfarrer Dr. Piotr Patyk den Gedenkstein. Er soll künftig als sichtbares Zeichen der Erinnerung dienen und ein bedeutendes Stück Ortsgeschichte für kommende Generationen bewahren.

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