Simon Sporer aus Neu-Burgstall ist gelernter Land- und Baumaschinenmechaniker. Seit 4 Jahren arbeitet er als Mechaniker in der Werkstatt der Mayrhofner Bergbahnen am Penken. Warum er vom Tal auf den Berg gewechselt hat und was seinen Arbeitsalltag besonders macht, erzählt er im Interview.
Vom Pistenraupenfahrer zum Ganzjahres-Mechaniker
„Ich wollte beruflich etwas Neues ausprobieren. Ein Nachbar hat mich auf die Idee gebracht, mich bei den Mayrhofner Bergbahnen zu bewerben. Angefangen habe ich als Pistenraupenfahrer für eine Wintersaison. Heute habe ich eine Ganzjahresstelle als Mechaniker und betreue mit meinen Kollegen den Fuhrpark am Penken.“
Was am Berg anders ist
„Ich erreiche meinen Arbeitsplatz mit der Gondel – das ist sicherlich nicht alltäglich. Ein weiterer Unterschied zu herkömmlichen Werkstätten sind die großen Spezialmaschinen – etwa Pistenraupen, die es in dieser Form ausschließlich bei Bergbahnen gibt. Auch die Organisation des Werkzeug- und Ersatzteillagers erfordert besondere Sorgfalt. Wenn am Berg ein benötigtes Teil fehlt, ist die Beschaffung deutlich aufwändiger und verlangt häufig Flexibilität und mitunter auch Improvisationsgeschick.
Vielseitige Aufgaben im Wandel der Jahreszeiten
„Der Arbeitsalltag ist stark saisonabhängig und entsprechend abwechslungsreich. Besonders im Winter hat die uneingeschränkte Einsatzbereitschaft der Pistenraupen oberste Priorität, da sie wesentlich zur Sicherstellung des Skibetriebs beitragen. Zum winterlichen Fuhrpark zählen neben Pistenraupen auch Kanonenträger sowie mehrere Skidoos und Quads, die regelmäßig überprüft und gewartet werden. Im Sommer erweitert sich das Einsatzspektrum um PKWs, Pick-ups und diverse Baumaschinen, die ebenfalls eine laufende Wartung und Instandhaltung benötigen. Das Mechaniker-Team übernimmt sämtliche Arbeiten – von Reparaturen bis hin zu umfangreichen, gesetzlich vorgeschriebenen Wartungen.“
Intensiver Winter, flexible Freizeit im Sommer
„Die Wintersaison ist arbeitsintensiv und fordert vollen Einsatz. Dafür profitieren wir im Sommer von einem attraktiven Arbeitszeitmodell im 4:3-Rhythmus – vier Arbeitstage, gefolgt von drei freien Tagen. Und wenn im Sommer bei der elterlichen Landwirtschaft Unterstützung gefragt ist, finden wir im Team auch stets eine flexible Lösung.“
Technik entwickelt sich ständig weiter
„Auch nach vielen Jahren bleibt der Beruf spannend. Die Technik entwickelt sich ständig weiter. Es gibt immer wieder Schäden, die man zum ersten Mal beheben muss. Regelmäßige Schulungen wie z.B. Kurse bei Kässbohrer unterstützen uns, so dass wir technisch auf den neuesten Stand bleiben.“


