Vom 30. März bis 12. Juli 2026 steht das Theaterfestival im Zillertal im Zeichen der Sehnsucht nach lustvollem, zeitgenössischem Volkstheater. STEUDLTENN erzählt Gegenwart mit Humor, Tempo und Mut zu großen Gefühlen. Im Mittelpunkt steht die Uraufführung von Hakon Hirzenbergers „Der Tausch oder Das letzte Angebot“. Dazu kommen prägende Stimmen der österreichischen Bühnenkunst und drei „Jedermänner“ als Gäste.
Gespielt wird im rund 700 Jahre alten Heustadl der Familie Abendstein in Uderns. Der Spielplan reicht dabei weit über Schauspiel hinaus: Lesungen, Konzerte, Kabarettabende und Performances erweitern das Programm und öffnen es für unterschiedliche Zugänge. Ergänzt wird das Angebot durch ein Symposium, Bauernmärkte, ein spezielles Kinder- und Jugendprogramm sowie Workshops zum Mitmachen. Mit einer frei zugänglichen Outdoor-Galerie, kuratiert von Gerhard Kainzner, verankert STEUDLTENN Kunst zudem sichtbar im öffentlichen Raum.
Höhepunkte 2026: Uraufführung, zeitgenössische Komödien und junges Theater
STEUDLTENN bündelt 2026 das Jahresthema „Sehnsucht“ in einem Hauptprogramm zwischen Uraufführungen, zeitgenössischen Komödien und preisgekröntem Theater für junges Publikum. Zu den Höhepunkten zählen Hakon Hirzenbergers Uraufführung „Der Tausch oder Das letzte Angebot“, die Wiederaufnahme von Nestroys „Der Zerrissene“ als Musiktheater- Komödie sowie Anat Govs „Oh mein Gott!“ und Folke Brabands „Fehler im System“. Mit dem STELLA-prämierten „Wie hoch ist oben“ von Brendan Murray und dem Kinder-und Jugendtheaterprojekt U21 setzt das Festival zudem einen starken Schwerpunkt auf Nachwuchs und junge Perspektiven.

Gastspiele: Hochkarätige Abende im STEUDLTENN
STEUDLTENN ergänzt seinen Spielplan auch 2026 um ein Rahmenangebot mit prominenten Gästen, starken Formaten und großer künstlerischer Vielfalt. Damit etabliert sich das Festival erneut als Fixpunkt des Tiroler Kultursommers.
Ein Schwerpunkt liegt auf Lesungen mit Musik. Nicholas Ofczarek und Tamara Metelka lesen Franz Kafkas „Milena!“, begleitet von Nikolai Tunkowitsch. Martina Ebm und Gerti Drassl öffnen Elfriede Gerstls Wien in Prosa und Gedichten, während Theresa Aigner und Peter Havlicek dazu ein musikalisches Stadtbild zwischen Seele und Schmäh zeichnen. Cornelius Obonya widmet sich Ephraim Kishons humorvollen Texten, Robert Stadlober singt und spielt Tucholsky. Erwin Steinhauer seziert in Ganz im Ernst den Homo Austriacus mit einer Präzision, die zugleich zum Lachen und Nachdenken zwingt, begleitet von Andrej Serkov am Akkordeon.
Auch im Theater- und Performancebereich bietet das Rahmenprogramm große Bandbreite. Mit René Freunds Musiktheaterstück „Herzfleisch“ wird Wiener Wehmut ebenso lebendig wie das Leben der Schrammelbrüder – mit den Neuen Wiener Concert Schrammeln und Hakon Hirzenberger als Bratfisch. In Yasmina Rezas Stück verwandelt sich Klaus Rohrmoser zu „Anne-Marie die Schönheit“ und folgt einer Figur, die nach Glanz und Liebe hungert. Mit „Prima Facie“ von Suzie Miller gastiert eine hochverdichtete One-Woman-Show in Uderns: Das Stück über Gewalt an Frauen geht der Frage nach, wem geglaubt wird. Agnes Palmisano widmet sich mit „Dudel Diva“ dem Koloraturjodler der großen Diven des 19. Jahrhunderts bis zu den Rainer-Sängern.
Kabarettistische Abende bringen Tempo und Pointen: Andreas Vitásek (Spätlese), Nina Hartmann (Good Weibrations) und Markus Linder (BÄM-VALLERA) stehen ebenso auf dem Programm wie „Quetschn trifft Schmäh“ mit Franz Posch und Markus Koschuh, das Volksmusik und Kabarett in ein überraschend stimmiges Zusammenspiel bringen.
Zudem gibt es zwei besondere Abende, die dem Festival weiteres Gewicht verleihen. Talkshow-Legende Harald Schmidt trifft Hakon Hirzenberger zum Gespräch und liest wieder nicht aus seinem Buch „In der Fritattensuppe“ feiert die Provinz ihre Triumphe. Zum Festival-Finale präsentiert Philipp Hochmair seine Performance „Hochmair“, wo bist du?

