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Das Kreuz im Scheuling

Anno dazumal – Ortschronik Mayrhofen

Mittwoch, 18. Februar 2026
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Zum Träumen, Nachdenken und vor allem zum Beten ladet der Platz vor der Kreuzgruppe im Scheulingwald ein und in der Ruhe des Waldes ist es leichter zu einer guten Andacht zu finden.

Das Waldkreuz hat seine Geschichte, die vor mehr als 100 Jahren im Tuxertal begann:

Die Eheleute Johann und Anna Geisler vom Grünwaldhof in Lanersbach gaben Franz Fankhauser von Nösslau (Tux) den Auftrag, eine Kreuzgruppe zu schnitzen. Diese sollte eine Stiftung an die Pfarre Mayrhofen werden.

Der Grund ihrer Stiftung war Dankbarkeit dafür, dass deren Sohn,  Wolfram Geisler, als Priester und Professor bei den Franziskanern in Hall seine Lebenserfüllung fand.

Ursprünglich sollte das Kreuz im Scheulingwald am Beginn des Brandbergweges aufgestellt werden. Der damalige Pfarrer Theodor Frankel legte den Spendern nahe, das Kreuzbild am rechten Seitenaltar der Pfarrkirche Mayrhofen anbringen zu lassen. Der Bitte des Pfarrers kamen die Spender nach. Doch einige Jahre später hat man das Kreuz wieder aus der Kirche entfernt, weil es mit den zwei fast überlebensgroßen Statuen der Mutter Gottes und des Apostel Johannes zu schwer und zu drückend war. In der folgenden Zeit hat man die Kreuzgruppe in der Toten-Kapelle aufgestellt. Auch dieser Platz war nicht der richtige. Deshalb veranlasste Hochwürden Josef Krapf das Kreuz an seinen ursprünglich angedachten Platz am Anfang des Brandbergweges  aufzustellen. Das Kreuz im Wald wurde am Sonntag, den 17. Oktober 1926 in einer Prozession unter großer Teilnahme der Bevölkerung feierlich eingeweiht. Dort steht es nun seit 100 Jahren und hat vielen Betern Hoffnung und Zuversicht gegeben. 

Bleib bei dem Kreuz hier steh‘n und denk dir: Ist das alles schön! Dem Herrgott sollst du danken laut für alles, was uns anvertraut.

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