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Kreuz

Lebensweisheiten

Donnerstag, 26. Februar 2026
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Wir begegnen dem Kreuz in der Kirche, in unseren Wohnungen, auf Bergesgipfeln. Sind es Kunstwerke, die wir bestaunen? Dienen sie nur als Zimmerschmuck, wie Blumen auf der Fensterbank oder Bilder an den Wänden? Wir machen Kreuzzeichen über uns, über Gegenstände. Ist das Kreuzzeichen etwas Magisches, wodurch wir Krankheit und Unfälle vermeiden wollen? Wie oft reden wir vom Kreuz! „Jeder hat sein Kreuz zu tragen“, sagen wir von Menschen, die schwerkrank, bitter enttäuscht oder von Naturkatastrophen betroffen sind. „Es ist ein Kreuz mit dir“, sagen wir zu dem, der uns auf die Nerven geht. Wir sprechen von Straßenkreuzungen, vom Kreuzstich, vom Kreuzverhör usw. Ein Leben ohne Kreuz und Leiden gibt es nicht. Jesus sagt sogar: „Wer mir nachfolgen will, der nehme sein Kreuz auf sich“, was soviel heißt  als dem Leben trauen, auch wenn alles sinnlos erscheint. Die Kreuze, die wir aufstellen, die Kreuzzeichen, die wir machen, unsere Redewendungen vom Kreuz sagen uns, dass vieles in unserem Leben bruchstückhaft und unvollkommen ist. Die Kreuze sollen uns immer daran erinnern, dass zum Leben auch das Kreuz gehört. Es gibt Situationen in unserem Leben, da will uns das Kreuz Mut machen. Unzähligemal steht an unseren Straßen und Wegen das Kreuz. Die Wegkreuze wollen nicht nur die Landschaft verschönern; sie wollen uns einladen, den Weg Jesu mitzugehen. Warum haben unsere gläubigen Vorfahren das Kreuz auf die Grabstätten ihrer Verstorbenen gestellt? Nicht, um den Tod zu verherrlichen, sondern aus Überzeugung, dass der am Kreuz Dargestellte durch seinen Tod hindurch für uns alle das Leben erworben hat. Für ihn selbst war der Tod nicht das Ende, sondern Durchgang zur Vollendung des Lebens in Gott. Darum ist auch für uns alle Jesu Kreuz das Zeichen des Sieges für das Leben, das den Tod überdauert. Auch unser Kreuz wird, wenn wir es dem Gekreuzigten nachtragen, zum Kreuz der Auferstehung.

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